Grünes Kandidatinnengespräch: Anliegen der Ortsteile

Zu einem Gespräch über die Anliegen der Ortsteile lud unsere Grüne Bürgermeisterkandidatin Gabriele Übler vergangenen Donnerstag in die Gaststätte „Fuchs & Has“ in Dettenhofen ein. In gemütlicher Runde diskutierte sie mit Bürgern aus Obermühlhausen, Riederau, Dettenhofen und Dettenschwang.

Nach einer kurzen Vorstellung ihrer Person und ihrer thematischen Schwerpunkte stellte Gabriele Übler die Fragen, was sich die Bürger*innen für ihren Ortsteil wünschen, was verbessert werden kann. Als erstes Anliegen wurde der Schwerlastverkehr genannt. Die Durchfahrt der LKW stört die Bewohner in den Ortsteilen. „Das ist eine große Herausforderung, aber wir werden uns im Gemeinderat für eine Reduzierung des Schwerlastverkehrs einsetzen“, so unsere Bürgermeisterkandidatin. Die Sache sei schwierig, da straßenverkehrsrechtlich alle Straßen – also auch Kreis- und Staatsstraßen – Schwerlastverkehr aufnehmen müssen und damit dieser Verkehr nicht so einfach auf die Bundesstraßen verlagert werden kann. Gleichzeitig sei die Situation, wie sie sich zum Beispiel in der Herrenstraße und der Hofmark darstellt, hochgefährlich. Deshalb ist für Übler die Verkehrsentlastung in Dießen und der Ortsteile ein Herzensanliegen. „Da werde ich nicht lockerlassen“, verspricht sie.

Die Mobilität ohne eigenes Auto ist ebenfalls ein großes Thema in den Ortteilen, nicht nur für Jugendliche. Gabriele Übler will sich für bedarfsorientierte Kleinbusse einsetzen, die telefonisch oder per App bestellt werden können. Als Beispiel nannte Gabriele Übler den Flexibus im Verkehrsverbund Mittelschwaben, ein modernes Konzept des öffentlichen Personennahverkehrs. Das Prinzip ist einfach: Auf Wunsch holt der Flexibus die Mitfahrer*innen an einer nahen gelegenen Haltestelle ab und bringt sie an die von ihnen gewünschte Haltestelle und auch wieder nach Hause. Es gibt keine festen Zeiten nur feste Haltestellen.

In den Ortsteilen gibt es zudem auch ein Interesse an Car-Sharing. In Dießen, sowie jeweils auch in Utting und Schondorf, gibt es seit August 2019 einen von Übler mitgegründeten Carsharing-Verein mit drei Autos für die Mitglieder. Aktuell steht aber noch kein Auto in den Ortsteilen. Dies könne sich ändern: „Wenn sich acht bis zehn Personen pro Ortsteil finden, die sich am Car-Sharing beteiligen wollen, kann der Verein ein Auto zur Verfügung stellen“, so Gabriele Übler.

Auch über das Thema bezahlbarer Wohnraum, alternative Wohnformen und genossenschaftlichem Bauen wurde diskutiert. Eine Bewohnerin aus Obermühlhausen wünschte sich für ihren Ort betreutes Wohnen, ein Haus mit Wohnungen, in denen ältere Menschen, günstig und selbstständig leben können. Gabriele Übler versprach, sich nach entsprechenden Bedarfsanalysen für dieses Anliegen einzusetzen.  

Ein weiteres Thema, das diskutiert wurde: die Distanz zwischen den einzelnen Ortsteilen zum Kernort Dießen. Damit war weniger die räumliche Distanz gemeint, sondern die Zwischenmenschliche. Hier wurde der Wunsch nach mehr Miteinander, nach gegenseitiger Wahrnehmung und Wertschätzung laut.

Am Ende der sehr interessanten Gesprächsrunde, entstand die Idee, das Repair-Café (Start am 1. Februar, von 14 bis 17 Uhr im Denkerhaus) aus Dießen auch in die weiteren Ortsteile zu holen.   

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