Grünes Kandidatinnengespräch: Volles Haus für Mobilität

Zu einem Gespräch zum Thema Mobilität lud unsere Grüne Bürgermeisterkandidatin, Gabriele Übler, am Donnerstag, den 14. November,  in die Goldammer ein. Dass der Verkehr den Dießenern auf den Nägeln brennt, konnte man an den vielen Besuchern sehen, das Café war bis fast auf den letzten Platz gefüllt. Ausgehend von den Ergebnissen der Verkehrsbefragung in Dießen, die Gabriele Übler präsentierte, wurde lebhaft über die Verkehrsbelastung und die Sicherheit im Verkehr diskutiert.  Als besonders gefährlich erschien die Verkehrssituation an der Herrenstraße.  Dort fahren Schwerlaster, die auf ungeschützte Radfahrer mit Anhängern und Schulkinder stoßen.

Als gutes Beispiel für Mobilität wurden die Mitfahrbänke angesprochen, die allerdings bisher noch nicht so intensiv genutzt werden. Die Gäste plädierten für ein engeres Netz an Mitfahrbänken, z.B. in den Dießener Ortsteilen, um auch die Rückfahrten auf diesem Weg zu gewährleisten. Gabriele Übler hatte als Gast Clemens Deyerling eingeladen, der ein innovatives Rufbussystem vorstellte, das in Murnau ausgeschrieben werden soll.

Carsharing funktioniert bereits am gesamten Ammersee-Westufer. „Ab 10 bis 12 Nutzern rechnet sich ein neuer Carsharing-Standort in den Ortsteilen“, meinte Sabine Pittroff von Mobi-LL aus Schondorf auf Nachfrage einer Zuhörerin aus Obermühlhausen.

Die Frage war, wie sich die Verkehrssituation in Dießen verbessern kann. „Der meiste Autoverkehr ist hausgemacht, d.h. gefahren wird überwiegend innerhalb von Dießen bzw. von und nach Dießen“, erklärte Gabriele Übler. Wie lässt sich dieser Verkehr reduzieren? Ein Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs wurde gefordert, insbesondere eine Verbesserung der Anbindung nach Landsberg und eine Busverbindung nach Herrsching. Der Ortsbus könnte für Schulkinder frei sein, damit keine Elterntaxis mehr fahren müssten.

Die Abschaffung der Vorfahrtsregelung in der Von-Eichendorff-Straße hat dort den Verkehr zwar verlangsamt, aber trotzdem ist die Anzahl der Fahrzeuge, die dort fahren, sehr hoch, wie ein Anwohner berichtete. Als Lösung, den Autoverkehr zu reduzieren, wurde auch eine Parkplatzbewirtschaftung, d.h. kostenpflichtige Parkplätze, angesprochen, was für das Standbad St. Alban schon im nächsten Jahr auf der Tagesordnung des Gemeinderates steht.

Insgesamt sollte mehr Raum für Radfahrer und Fußgänger zulasten des Platzes für Autos geschaffen werden. „Im Moment ist es in Dießen einfach zu angenehm, mit dem Auto zu fahren, während es weniger angenehm ist, mit dem Rad zu fahren oder zu Fuß zu gehen. Das sollten wir umkehren, damit das Rad und zu Fuß die bessere Alternativen sind“, so Holger Kramer.

Das nächste Kandidatinnengespräch mit Gabriele Übler zum Thema Handel und Gewerbe findet am 5. Dezember um 19.30 Uhr in der Veranda, der Gaststätte am Sportplatz, in Dießen statt. Weitere Infos hier.

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